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Sichere Bergheimer Straße

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Leserbrief aus der WZ zum Thema "Sichere Bergheimer Straße"

Nachteile Ertrage: Das ertrage ich nicht

 

 

Erwiderung von Bernd Rolof

 

Sehr geehrte Damen und Herren!


Herr Tobias Goldkamp ist meines Wissens ein typischer Vertreter unserer Politiker-Kaste, die schon als Schüler anfangen an einer Parteikarriere zu basteln. Die Arbeit von engagierten Bürgern in lokal ausgerichteten Initiativen stört da leicht den gut geschmierten Ablauf in den von Parteien dominierten Gremien, die sich so gar nicht über das Engagement freuen und die Betroffenen zur Mitwirkung einladen. Stattdessen werden wir beschimpft als egomane Vertreter partikularer Interessen, denen nicht nur das Allgemeinwohl egal sei, sondern meist auch noch der Sachverstand fehle. So erdreistete sich die CDU-Wortführerin im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung, Frau Schäfer, die vielleicht einmal am Wochentag über die Bergheimer Straße fährt, die Verkehrssituation vor unserer Haustüre als völlig sicher darzustellen, hier könne man sowieso niemals 50 kmh fahren. Unsere Forderung nach Tempo 30 (nur eine von mehreren!) ordnet sich durchaus ein in ein verallgemeinerbares Verkehrskonzept, in dem es um Prioritäten-Setzungen geht. Der Verkehrsclub Deutschland fordert schon länger ein generelles Gebot für Tempo 30 in Wohngebieten. So etwas mißfällt natürlich ADAC-Fans der "freien Fahrt für freie Bürger", die damit immer nur die freie Fahrt für Autofahrer meinen, nicht etwa die von Radfahrern, die in niederländischen Städten deutlichen Vorrang haben, - oder den freien Gang von Fußgängern, ohne von aggressiv enthemmten Rowdies in ihren sicheren Blechkisten bedroht/genötigt zu werden, wie es meiner Frau und mir gerade erst wieder am letzten Sonntag Nachmittag beim Überqueren der Straße vor unserem Wohnhaus widerfuhr. Geradezu lächerlich ist doch der Hinweis, eine solche Forderung schade auch noch "der Wirtschaft". Alle Parteien sollten sich, statt aus der beleidigten Ecke heraus gegen sich einmischende Bürger zu polemisieren, fragen, wie sie denn zu dem immer schlechteren Ansehen gekommen sind: da werden die Privilegien, die mal gutgemeint im Grundgesetz verankert wurden, schamlos ausgenutzt und erweitert, Wasser gepredigt und Wein getrunken. Das so beschworene Allgemeinwohl entpuppt sich allzu oft als das Wohl der jeweiligen Klientel - also auch wieder Einzelinteressen bestimmter gesellschaftlicher Gruppen. Mit freundlichen Grüßen Bernd Roloff, Bergheimer Str.32, 41464 Neuss

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